Bauaffine Dienstleistungen

Bahnübergangsposten / Bahnübergangshilfsposten

Der Bahnübergangsposten (BÜP) muss Sach- und Personenschäden am Kreuzungspunkt von Schienen- und Straßenverkehr verhindern. Fällt ein Bahnübergang oder dessen Signalmittel aus oder werden dort Bauarbeiten durchgeführt, kommt der BÜP zum Einsatz. Er stellt sicher, dass Gleise und Bahnübergänge sicher von Schienen- und Straßenverkehr befahren werden können.

 

Mobile Bahnübergangsanlage TH-BÜP

Das Technische Hilfsmittelmittel für Bahnübergangsposten (TH-BÜP) ist ein transportables, leicht zu installierendes Schrankensystem mit Andreaskreuz und integrierter Lichtsignalanlage zur Unterstützung des Bahnübergangspostens, unter Verzicht auf den Hilfsposten. Mithilfe des TH-BÜP können Bahnübergänge, deren fest installierte Sicherungsanlagen aufgrund von Baumaßnahmen vorübergehend außer Betrieb gesetzt sind, in kürzester Zeit, flexibel gesichert werden. Das TH-BÜP bildet Funktion, Design und Erscheinung einer fest installierten Sicherungsanlage (Bahnschranken, Lichtzeichen und Andreaskreuz) nach und trägt damit zur besseren Erkennung der Postensicherung durch die Verkehrsteilnehmer bei.

 

Nachwarnsystem

Das von der Deutschen Bahn geforderte Nachwarnsystem (NWS) ist eine zusätzliche Sicherungsebene bei der Sicherung von Bahnübergängen mit technischen Hilfsmittel oder bei vorübergehender Sicherung mit Schrankenband. Das NWS besteht aus einer schienenkontaktbasierten Zugdetektion mit akustischen Warngebern und optischen Erinnerungsanzeigen. Werden bei ungesicherten Bahnübergängen herannahende Zugfahrten detektiert, löst das NWS eine lautstarke akustische und optische Warnung aus und unterstützt somit die rechtzeitige Sicherung und Räumung der Übergänge

 

Signalisierung Sh 2

Nach Modul 408 – zur Kennzeichnung einer Gleisstelle, die vorübergehend nicht befahren werden darf (zur Abgrenzung eines Baustellenbereichs).

Schaltantragsteller

Schaltantragsteller (SAS) sind berechtigt, bei der Zentralschaltstelle die Ab-/Einschaltung von Teilen der Oberleitung, im Auftrag des Anlageverantwortlichen oder des Anlagebeauftragten und nach Zustimmung des zuständigen Fahrdienstleiters, zu beantragen. Der SAS wird benötigt, wenn Arbeiten an oder in der Nähe von Oberleitungsanlagen nötig sind oder der Strom abgeschaltet werden muss, um Betriebsstörungen zu vermeiden oder zu beheben.

 

Bahnerdungsberechtigter

Der Bahnerdungsberechtigte prüft nach dem Abschalten der Oberleitung, unter Verwendung eines Spannungsprüfers, ob die Anlage spannungsfrei ist. Anschließend montiert er Erdungsseile als Sicherungsvorrichtung zum Schutz der Arbeiter und der Technik vor den Gefahren des elektrischen Stroms.

 

Helfer im Bahnbetrieb

(Zugschlussmelde-, Rückmelde- und Flankenschutzposten, Befehlsausfertiger) wird zur Unterstützung des stationären Personals des AG bei der Durchführung des Bahnbetriebs und Zugfahrten eingesetzt.

Der Zugschlussmeldeposten untersteht dem Fahrdienstleiter und meldet diesem die komplette Durchfahrt eines Zuges am nicht funktionierenden Signal.

Der Rückmeldeposten untersteht dem Fahrdienstleiter und meldet diesem,  dass ein Zug den betroffenen Zugfolgeabschnitt vollständig geräumt hat und das zugeordnete Hauptsignal „Halt“ zeigt.

Der Flankenschutzposten untersteht dem Fahrdienstleiter, prüft einmündende Abschnitte auf Freisein bei Fehlen eines technischen Flankenschutzes und überwacht die zur Sicherung der Flankenschutzraums vorgegebenen und aufgestellten Sh 2 Signale.

Der Befehlsausfertiger untersteht dem Fahrdienstleiter, fertigt Befehle in seinem Auftrag aus und übergibt diese nach Zustimmung dem Triebfahrzeugführer.

Langsamfahrstellen (La-Stellen)

Vorübergehende Langsamfahrstellen an Baustellen oder an Stellen mit oberbautechnischen Mängeln werden mit den Langsamfahrsignalen Lf  1 bis Lf  3 signalisiert.
Sie dienen der Geschwindigkeitsherabsetzung von Gleisabschnitten, in denen nicht nach dem Verzeichnis der örtlichen zugelassenen Geschwindigkeiten (VzG) gefahren werden kann. Sie werden zur Erhöhung der Sicherheit auf der Baustelle geplant und in der Betriebs- und Bauanweisung schriftlich zur Umsetzung fixiert.

Geschwindigkeitsprüfeinheit

In Abhängigkeit von der prozentualen Herabsetzung der Geschwindigkeit zum Verzeichnis der örtlichen zugelassenen Geschwindigkeiten (VzG) nach LST Formblatt kann es erforderlich sein, diese La Stellen mit punktförmiger Zugbeeinflussung (PZB) in Bauform, Baugleismagnet (Indusi) oder Geschwindigkeitsprüfeinheit (GPE) zu überwachen. Hierbei werden von der Pfeil Sicherung GmbH GPE der Bauform GTB 80 eingesetzt.